Zwei wuschige Tage

Gestern sind wir gegen zehn Uhr aus Port Torredembarra auslaufen. Das Wetter war schön, die See ruhig und ein leichter Wind schob uns. Eigentlich wollten wir am ersten Tag nur eine kleine Etappe von ca. 20 Meilen machen. (Eine Meile entspricht 1,852 km). Es lief aber gerade so schön mit wenig Energie aber trotzdem 7 Knoten schnell. (Ein Kn entspricht einer Meile pro Stunde). Also beschlossen wir gleich nach Barcelona zu fahren und machten erstmal ein Mittagessen. Unsere Meinung, dass der Hafen dort schon einen Platz für uns haben würde, stellte sich später als Irrtum heraus. Port Forum teilte uns mit, dass sie voll sind. Sichere Ankerplätze gibt es aber an dieser spanischen Küste nicht. Die nächste Möglichkeit war Blanes, 30 Meilen nördlich. Kurz nach Sonnenuntergang fiel unser Anker vor dem Sandstrand bei der Flussmündung.

Mittlerweile hatte der Wind ziemlich aufgefrischt und eine unangenehme Welle aufgebaut. Es wurde eine unruhige Nacht. Vor 60 Jahren war Martina mit ihren Eltern am Campingplatz an eben diesem Strand und hat in dem Fluss kleine Fische gefangen. Neben dem Campingplatz stehen jetzt viele große Häuser, die man auf dem Bild oben nicht sieht…

Heute Morgen: kurze Schwimmrunde ums Schiff, ein Kaffee und Anker hoch. Windstille und glattes Wasser. Super, in vier Stunden sind wir in Rosas. Es kam natürlich anders. Gegenwind und eine zunehmende Welle machten uns immer langsamer. Dafür flogen im Kühlschrank alle Sachen durcheinander. Aus vier waren acht Stunden geworden, als wir in der schönen Bucht von Rosas den Anker in den Sand gruben. Morgen wird ein Ruhetag eingelegt.

Kommentar verfassen