Im kleinen Hafen von Populonia erhalten wir eine kleine Einführung in gelebte Lebensweisheit.
Hinter uns nähert sich unter fetziger Beschallung eine kleine weisse Ape, sie stoppt vor uns und heraus tanzt eine pittoreske, strahlende, farbenreiche Erscheinung.

Sie öffnet die Heckklappe und unter freudigem Geschnatter mit den Herbeieilenden beginnt sie, ihre herausgezauberten Köstlichkeiten zu verteilen. Das ist die Begegnung mit „Gianna tutta panna“, „Gianna ganz aus Sahne“, und sie hätte keinen besseren Namen für ihr Gewerke finden können.

2020, als alle unter Corona schwitzten, beschloss sie. ihrem Herzensruf zu folgen. Sie beendete ihre 20 Jahre lang brav ausgeführte Arbeit in der Modebranche, nähte sich ein flottes Kleid im Stile der 50’er, band sich Haare und Ärmel hoch, investierte ein wenig in die kleine klapprige Ape und eine Eismaschine, entwickelte dieses ach-so-herrliche Logo, feilte sich eine handvoll kurioser Eissorten zurecht und seit dem beglückt sie die Menschen mit ihren Köstlichkeiten und mit ihrem Strahlen.
Sie sagt, Corona ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe das gefunden, was mein Herz erfreut. Sie reicht uns das Eis. Und obendrauf setzt sie einen wunderschönen Sahnehut und lacht.
Wir sind ganz beseelt. Von der Begegnung und von dem Eis. Danke, Gianna tutta panna.
Ein Gastbeitrag von unserer Mitreisenden Claudia Amba Urbach.
