Von Norden kommend hatten wir zum letzten Mal Ruhe auf dem kleinen Ventotene. Unser nächster Ankerplatz war Ischia.

Ischia ist schön und die Stadt hat einiges zu bieten. Es sind aber zu viele Touristen da. Das gilt für den ganzen Raum um Neapel. Von Ischia bis Positano. Die Landschaften sind interessant und die Städtchen pittoresk.

Viele Touristen heißt aber auch viel Touri-Business. Das sind nicht nur die vielen Restaurants und Shops mit allerlei Kram. Es gibt auch die vielen Bootsverleiher mit den grässlichen Jetskis und die Bootstouren zu irgendeinem Felsen um die Ecke.
Die Jetskis rasen meistens in enger Nähe zwischen den ankernden Schiffen rum, gehen allen auf die Nerven und verbrennen sinnlos Benzin. Meistens hocken Menschen drauf, die von maritimen Verhalten keinerlei Ahnung haben und feiste Unsportlichkeit ausstrahlen. Der Leser merkt schon, wir hassen diese Geräte. Deswegen gibt es hier auch kein Foto von den Leuten drauf.

Das andere sind die vielen Touriboote. Die Leute sammeln Laufkundschaft ein und fahren mit denen eine Stunde durch die Gegend. Die wissen natürlich, dass ihre angepriesen Touren langweilig sind. Also verkaufen Sie den Gästen die vor Anker liegenden Schiffe als Attraktionen. Dabei sind sie dermaßen abgestumpft, dass die mit 7 Knoten im Abstand von drei Meter an den Schiffen vorbeifahren. Im Touriboot hocken fünf doof glotzende Gäste und bei uns „fallen die Tassen aus dem Schrank“. So eine Welle machen die.
Gestern kamen wir in Salerno an.
Auf dieser Seite die schöne Ansicht der Stadt.

Auf der anderen Seite ein geschäftigen Hafen, wo laufend große Frachter ein- und auslaufen.
Obwohl man die LKW und Krane im Hafen einerseits und die normalen Geräusche einer Stadt hört. Es war ein Genuss im Vergleich zur permanenten, erratischen Raserei, die wir während der letzten Woche aushalten mussten.

Zu unserer Überraschung lief am Abend eine Silent 60 in die Bucht. Es gibt nur ganz wenige Silent Schiffe. Man begegnet sich dennoch.
Salerno ist eine moderne Stadt mit lebendiger Wirtschaft. Die Geschichte dieser Stadt geht aber Jahrtausende zurück.



Neben der Alten Stadt hat sich das modernere Salerno entwickelt. Hier schlägt der Puls.

Gestern Abend ging unser Satellitenreceiver kaputt. Ein 50€ Teil, aber ärgerlich, wenn man keinen hat. Martina hat es glücklicherweise hier bemerkt. Ich bin gleich los und habe einen neuen gefunden. So können wir weiter deutsches Fernsehen sehen. Je länger und weiter man von zuhause weg ist, umso klarer erkennt man, was für ein schräger Propagandafunk vor allem das ZDF ist.
Gegen Mittag sind wir aus Salerno raus und am Abend in Italiens Süden angekommen. Das kleine Städtchen Agropoli.
Schöne Landschaft und Ruhe.

In aller Ruhe wickelt der Fischer sein Netz um uns herum.

Bis zur Straße von Messina haben wir jetzt noch etwa 120 Meilen
