Heute morgen sind wir um sechs Uhr vom Cap Rizzuto aufgebrochen. Unser Ziel, Leuca am südlichen Ende der Ostküste Italiens, ist etwa 80 Meilen entfernt.
Die Wettervorhersage verspricht uns einen ganz ruhigen Tag. Das ist natürlich ideal. Ohne Wind und Wellen kommen wir am angenehmsten voran.

Als das Schiff auf Kurs war, brachte ich unsere Schleppangel aus. Das ist eine 60 Meter lange Nylon-Schnur mit einem lustigen, bunten Tintenfisch als Köder. Unsere Reisegeschwindigkeit von 6,5 Knoten ist ideal um Thunfische, Makrelen oder andere Jäger zu fangen.
Um 10 Uhr war es dann soweit. Plötzlich spannte die Leine ungewöhnlich stark. Fischalarm! Martina hat das Tempo halbiert und ich habe mit Lederhandschuhen bewaffnet die Leine eingeholt. Und tatsächlich: eine Goldmakrele fand unseren Tintenfisch gut.


Einen Stunde später war der Fisch sauber filetiert und die Küchenarbeit ging los.

Ansonsten haben wir auf dieser langen Strecke heute nicht viel gesehen. Keine Wale, keine Delfine nur Schildkröten waren viele da. Einmal haben wir probiert, uns ganz langsam an sie heranzuschleichen. Die sind aber abgetaucht, bevor wir nah genug für schöne Fotos waren. Bleib also nur der Blick aus der Ferne auf die Tiere:

