Das letzte Jahr war eigentlich ganz schön. Dennoch ist der Blog abgerissen. Es gab einige große Veränderungen, die meine Konzentration brauchten. Das ist jetzt alles gut bewältigt und wir freuen uns auf die vor uns liegende Reise.
Hier noch ein kurzer Rückblick.
Wir waren 2024 in Venedig und Triest. Auf Krk, in der schönen Marina verbrachte die Silent-Sea ein ganzes Jahr. Natürlich waren wir nicht immer in der Marina. Zusammen mit Freunden unternahmen wir schöne Reisen durch die Inselwelt des nördlichen Kroatien.

Ende Oktober bin ich mit Peter Beer auf seiner Hanse 45 die Croatia 300 mit gesegelt. 300 Meilen über drei Tage und Nächte waren ein Erlebnis. Leider gab es nicht viel Wind und wir haben die Löcher gefunden.



Nach der Regatta sind wir mit dem Elektroauto auf einen tollen Road-Trip gegangen. Von Murter durch Montenegro, durch Albanien nach Griechenland. Wir hatten in Lavrion noch etwas abzuholen. Diese Geschichte erzählen wir ein anderes Mal.

An Silvester erlebten wir die heftige und eisige Bora im Winter. Mit über 50kn Windgeschwindigkeit gab es sogar direkt am Steg fliegendes Wasser. Es war so eklig, dass wir nicht einmal ein Bild davon gemachten haben. Im März war es wieder besser und wir konnten aus dem Wasser.

Wir waren über den Winter drei mal vor Ort und konnten wichtige Wartungen durchführen. Vier Tage stand die Silent-Sea an Land. Das Antifouling wurde erneuert. Das ist ein spezieller Anstrich, der das Anwachsen von Muscheln, Krebsen und Gräsern für ein bis zwei Jahre hemmt. In den nächsten Tagen werde ich mehr zu diesem Thema berichten.
Wir haben die Hydraulik der Ruderanlage neu konzipiert und den Volvo D3 reparieren lassen. Der ist ein Ärgernis: Ein großes Kunststoffteil, das den äusseren Ölfluss beherbergt, verformt sich bei diesem Motortyp alle paar Jahre und der Motor verteilt sein Öl in den Motorraum. Dabei tropft austretendes Öl auf die Lichtmaschine, die das dann um sich schleudert. Das ist eine schöne Sauerei und man fragt sich, wie es sein kann, dass der deutsche Zulieferer Mahle und der größte Motorenhersteller der Welt pso einen Mist produzieren können.

Mitte Mai endete unser Vertrag mit der Marina Punat. Unsere Arbeiten waren fast erledigt und wir konnten los. Gemütlich sind wir durch die ganze Kroatische Inselwelt bis Zadar getingelt. Dort stießen Stephanie, Amelie, Lousa und die Freundin Mila zu uns.




Gemeinsam sind wir nach Dubrovnik gefahren und hatten eine schöne Zeit.

Fünf Wochen waren wir bis Dubrovnik unterwegs und stets darauf bedacht, der allgegenwärtigen kroatischen Abzockerei auszuweichen. Keine Marina, nur einmal eine Boje. Sonst immer am Anker ohne Abzockerei vor Ort. Wobei man festhalten kann, dass der Kroatische Staat der schlimmste Räuber ist. Die staatlichen ACI Marinas sind extrem teuer. Man muss eine Jahreserlaubnis für das Boot kaufen und dazu noch eine Touristtax für jede Person und jeden Tag auf dem Schiff bezahlen.
Die Kroaten haben den Euro seit Anfang 2023. Er war für sie ein TEURO, wie wir das in Deutschland auch erlebt haben. Die Restaurants drehen ab. Für einen Liter billigen Hauswein 36Euro akzeptiert niemand. Die Touristen bleiben fern, Eigner von Schiffen gehen nach Italien.
Von Mitte Juni bis heute lag Silent-Sea in der Marina Frapa, Dubrovnik.

Morgen verlassen wir Kroatien und die EU und fahren nach Montenegro. Wir sind gespannt.
