Ausklarieren und Einklarieren

Ein paar Leser haben gefragt, was das ist. Hier eine kurze Erklärung:

Wenn man mit einem Schiff in einem Land ankommt, muss man einklarieren. Das bedeutet, dass man auf direktem Weg den nächstgelegenen Hafen mit einer Zollbehörde anlaufen muss. Dabei ist eine gelbe Flagge zu setzen.

Gelb ist im Flaggenalphabet der Buchstabe Q und stand früher für Quarantäne. Man hat signalisiert, dass man Kranke an Bord hat. Heutzutage ist die Bedeutung umgekehrt. Q sagt, wir sind gesund und bitten um Freigabe zur Einklarierung.

Q Office in Dubrovnik

Beim Ein- und Ausklarieren sind immer drei Behörden eingebunden. Der Hafenmeister, die Grenzpolizei und der Zoll. Im Wesentlichen wird überprüft, ob das Schiff vom Eigner oder einer legitimierten Person geführt wird. Ist es seetüchtig und ist es korrekt versichert? Haben die Schiffsführer ausreichende Qualifikation? (kein Land will sich Schrott aufladen lassen.) Sind zollpflichtige Waren an Bord?  Insbesondere die Personen an Bord mit ihrer Identität werden genau überprüft. Nach dem Einklarieren erhält man ein entsprechendes Dokument mit einer abgestempelten Crewliste.

Ausklarieren muss man, wenn das Schiff das Land verlässt. Hierbei wird überprüft, ob es illegale oder zu verzollende Waren geladen hat. Und es wird gecheckt, ob alle Personen, die eingereist waren, jetzt wieder ausreisen. Darüber erhält man wieder eine gestempelte Crewliste, die man bei der Einreise im nächsten Land vorlegen muss. Ohne die ist eine Einreise nicht möglich.

Das ganze hört sich kompliziert an und ist es manchmal auch. In der Türkei und in Georgien haben wir auch gesehen, dass Führerscheine durch eine dezent eingelgte 50€-Note ersetzt werden können.

Für uns war das Ausklarieren in Dubrovnik eine einfache Angelegenheit. Wir haben vor dem Verlassen der Marina die Port Authority angefunkt und bekamen die Anweisung, vor dem Polizeiboot festzumachen. Da kam sogar ein Marinero und half uns. 15 Minuten später waren wir mit dem Papierkram durch und konnten ausreisen. Sehr professionell.

Bei der Einfahrt nach Montenegro haben wir uns entsprechend verhalten und sind zur Zollstation Zelenika gefahren. Das Festmachen an dem Kai war nicht ganz einfach, ohne das Schiff zu beschädigen.

Die Leute waren freundlich und haben uns zügig abgefertigt. Oberflächlich sah das alles primitiv aus. Hinter ihren Bildschirmen haben sie sicher ein genaues Bild darüber, wer ein- bzw ausreist.

Tivat – wir ankern davor.

Einen Satz kann mich mir an dieser Stelle nicht verkneifen: Ich habe kein Verständnis dafür, dass Frau Merkel und ihre Grünen sowie die deutschen Kirchen der Meinung sind, dass man Grenzen nicht schützen könne. Wir sehen, dass alle zivilisierte Staaten dies tun…

Ein Jahr Sendepause.

Das letzte Jahr war eigentlich ganz schön. Dennoch ist der Blog abgerissen. Es gab einige große Veränderungen, die meine Konzentration brauchten. Das ist jetzt alles  gut bewältigt und wir freuen uns auf die vor uns liegende Reise.

Hier noch ein kurzer Rückblick.

Wir waren 2024 in Venedig und Triest. Auf Krk, in der schönen Marina verbrachte die Silent-Sea ein ganzes Jahr. Natürlich waren wir nicht immer in der Marina. Zusammen mit Freunden unternahmen wir schöne Reisen durch die Inselwelt des nördlichen Kroatien.

Was sagt der schwarze Ball?

Ende Oktober bin ich mit Peter Beer auf seiner Hanse 45 die Croatia 300 mit gesegelt. 300 Meilen über drei Tage und Nächte waren ein Erlebnis. Leider gab es nicht viel Wind und wir haben die Löcher gefunden.

Nach der Regatta sind wir mit dem Elektroauto auf einen tollen Road-Trip gegangen. Von Murter durch Montenegro, durch Albanien nach Griechenland. Wir hatten in Lavrion noch etwas abzuholen. Diese Geschichte erzählen wir ein anderes Mal.

Diese Ladestation östlich von Tirana macht es möglich

An Silvester erlebten wir die heftige und eisige Bora im Winter. Mit über 50kn Windgeschwindigkeit gab es sogar direkt am Steg fliegendes Wasser. Es war so eklig, dass wir nicht einmal ein Bild davon  gemachten haben. Im März war es wieder besser und wir konnten aus dem Wasser.

Wir waren über den Winter drei mal vor Ort und konnten wichtige Wartungen durchführen. Vier Tage stand die Silent-Sea an Land. Das Antifouling wurde erneuert. Das ist ein spezieller Anstrich, der das Anwachsen von Muscheln, Krebsen und Gräsern für ein bis zwei Jahre hemmt. In den nächsten Tagen werde ich mehr zu diesem Thema berichten.

Wir haben die Hydraulik der Ruderanlage neu konzipiert und den Volvo D3 reparieren lassen. Der ist ein Ärgernis: Ein großes Kunststoffteil, das den äusseren Ölfluss beherbergt, verformt sich bei diesem Motortyp alle paar Jahre und der Motor verteilt sein Öl in den Motorraum. Dabei tropft austretendes Öl auf die Lichtmaschine, die das dann um sich schleudert. Das ist eine schöne Sauerei und man fragt sich, wie es sein kann, dass der deutsche Zulieferer Mahle und der größte Motorenhersteller der Welt pso einen Mist produzieren können.

Aufgebockt. Neue Propeller.

Mitte Mai endete unser Vertrag mit der Marina Punat. Unsere Arbeiten waren fast erledigt und wir konnten los. Gemütlich sind wir durch die ganze Kroatische Inselwelt bis Zadar getingelt. Dort stießen Stephanie,  Amelie, Lousa und die Freundin Mila zu uns.

Wer ist die Schönste im ganzen Land ??
Yoga auf dem SUP
Drei Grazien
Mäxle bei Vollmond.

Gemeinsam sind wir nach Dubrovnik gefahren und hatten eine schöne Zeit.

Fünf Wochen waren wir bis Dubrovnik unterwegs und stets darauf bedacht, der allgegenwärtigen kroatischen Abzockerei auszuweichen. Keine Marina, nur einmal eine Boje. Sonst immer am Anker ohne Abzockerei vor Ort. Wobei man festhalten kann, dass der Kroatische Staat der schlimmste Räuber ist. Die staatlichen ACI Marinas sind extrem teuer. Man muss eine Jahreserlaubnis für das Boot kaufen und dazu noch eine Touristtax für jede Person und jeden Tag auf dem Schiff bezahlen.

Die Kroaten haben den Euro seit Anfang 2023. Er war für sie ein TEURO, wie wir das in Deutschland auch erlebt haben. Die Restaurants drehen ab. Für einen Liter billigen Hauswein 36Euro akzeptiert niemand. Die Touristen bleiben fern, Eigner von Schiffen gehen nach Italien.

Von Mitte Juni bis heute lag Silent-Sea in der Marina Frapa, Dubrovnik.

Morgen verlassen wir Kroatien und die EU  und fahren nach Montenegro. Wir sind gespannt.

Ein Liegeplatz im Grünen

Letzter Stop auf der Fahrt nach Venedig war Lido degli Estensi. Die Einfahrt in diese Marina, eine Meile vom Meer entfernt, war etwas Neues für uns.

Dafür lagen wir absolut ruhig und sicher.

Die Ortschaft ist wenig spektakulär. Das Abendessen war gut, aber auch nicht der Knaller. Zurück an Bord hat Bruder Peter dann den Rest vom Whiskey,  den Olaf vor bald zwei Jahren mitbrachte, geleert.

Rimini

Erster Halt auf unserer Fahrt nach Venedig ist Rimini. Die Marina dort ist sehr schön, aber noch im Winterschlaf. Wir hatten einen Liegeplatz angefragt und bestätigt bekommen. Als wir ankamen hat niemand auf unsere Funkrufe gehört. Also machten wir an der Tankstelle fest und füllten vom  Tankautomat Diesel in unseren Tank. Nach einer Stunde kam jemand und wies uns einen Platz zum Festmachen an.

Kunst im Kastell
Mein Bruder Peter mit Karen. Bruder Thomas mit Martina. Und ich.

Wir hatten ein schönes Abendessen mit guter, italienischer Küche. Für Martina und mich war es schön und irgendwie unwirklich zugleich. Wir sind wieder auf Reise.

Nach dem Essen bin ich alleine im Eilschritt durch Rimini zum Schiff zurück. 

Dieses Foto hänge ich jetzt mal hier an. Mal sehen, ob ein Techniker von Silent-Yacht diesen Blog liest und ob er etwas erkennt:

Weiter geht es Richtung Venedig…

Start in die Saison 2024

Am Sonntag, 21. April, fliegen wir nach Ancona und erreichen nach kurzer Bahnfahrt bei einsetzenden Regen die Werft in Pesaro.

Werfthalle in Pesaro

Das Schiff steht an Land.

Wir können trotzdem einziehen.

Am Montag geht es los. Der Kran kommt.

Für den 560t-Kran werden unsere 30t ein leichtes Spiel werden.
Konzentriert steuert der Kranfahrer behutsam das Ungetüm.

Während das Schiff schon in den Gurten hängt werden letzte Arbeiten am Antifouling gemacht.

Die Fernsteuerung zeigt das Gewicht.
Langsam geht es zum Wasser.

Das ganze Manöver dauert rund eine Stunde. Dann liegt die Silent-Sea im Wasser. Die nächste Nacht werden wir noch hier bleiben. Am Dienstag wollen wir nochmal nach Fano.

Die kurze Fahrt nach Fano beginnt damit, dass die Ruderanlage nicht funktioniert. Wir können den Kanal nicht verlassen. Schnell schickt uns Silent-Yachts zwei Techniker. Sie stellen fest, dass die Anlage nie richtig entlüftet war und deswegen blockiert. Eine Stunde später ist das behelfsmäßig behoben und wir können los.

In Fano angekommen stellt sich heraus, dass wir am 20. April nicht seeklar waren. Wir machen Alarm bei Silent-Yacht. Es folgen vier Tage heftiges Arbeiten mit teilweise sechs Technikern von Silent an Bord. Bei den elektrischen Arbeiten und bei Software-Themen mache ich selbst mit.  Martina versucht, den Haushalt irgendwie in Ordnung zu bringen. Am Mittwoch kommen bereits unsere Gäste, mit denen wir nach Venedig fahren wollen. Mit Mühe schaffen wir es, am späten Freitagabend klar zu sein.

Klar für die Saison

Am nächsten Morgen, es ist Samstag, der 27.04. geben wir in der Kapitänerei die Schlüssel zum Hafen ab und verabschieden uns von den Leuten.

Die Reise von Spanien nach Fano im letzten Jahr war eine lange Strecke unter Zeitdruck. (Siehe Blog vom letzten Jahr). Der Winter in Fano war auch stressig.

Jetzt gleiten wir leise aus dem Hafen und hoffen auf eine ruhigere Saison 2024.

Über Winter in Fano

Über den Winter waren wir meistens zuhause in Mannheim. Den Februar verbrachten wir auf der Silent-Sea. Das war auch dringend nötig, weil Silent-Yacht die vereinbarten Arbeiten nur schleppend voranbrachte. Immerhin brachten die Gespräche mit dem neuen CEO von Silent-Yachts gute Ergebnisse und einen strammen Zeitplan und die verbindliche Zusage, dass die Silent-Sea bis zum 20. April seeklar sein wird.

Winter im Hafen.

Das Wetter war winterlich, manchmal aber auch sehr schön. Neben manchen Arbeiten am Schiff und im Homeoffice konnten wir schöne Ausflüge unternehmen.

Gradara. Die Burg.

Nicht weit von Fano ist Gradara. Im Sommer ist es bestimmt völlig überlaufen. Heute gehörte dieses schöne Castell fast nur uns.

Gradara, innerhalb der Mauern.

Innerhalb der Burgmauern, sind die Häuser heute noch bewohnt.

Pesaro ist die Stadt neben Fano. Dort wird Anfang April unser Schiff aus dem Wasser genommen. Uns bleibt nur, Pesaro zu besuchen.

Das gibt’s nur hier.

In Pesaro ist man stolz auf eine besondere Spezialität. Eine deftige Pizza mit Eiern und Mayonnaise.

Zeitgleich mit den deutschen Bauern waren auch die Italienischen am protestieren.
Bis Ende des Jahres lag das Schiff im Fischerhafen.
Ab Januar wieder sicher an unserem Platz in der Marina.

Über den Winter wurden sehr viele Arbeiten gemacht. Große Teile der Elektrik wurden neu gemacht. Das zerbrochene Fenster im Salon wurde erneuert. Das Deck wurde stellenweise erneuert und verfugt sowie viele Dichtungen getauscht. Das wichtigste aber sind die neuen Batterien. Darüber werden wir separat schreiben. Zum guten Schluss brachte Sebastian von Silent-Yachts das Schiff zur Werft in Pesaro, wo das Unterwasserschiff gereinigt und mit neuem Antifouling versehen wird.

Klar für den Arbeitswinter

Kaum angekommen ging die Arbeit los. Drei Tage haben wir das Schiff geputzt. Mit dem Hochdruckreiniger gingen wir über alle Flächen von Oben bis unten. Jetzt ist das Schiff wieder frei von der Schicht aus Salz und sandigem Staub aus der Sahara.

Martina war in der Küche und hatte gerade etwas altes Brot in der Hand, als eine kleine weiße Ente herbei schwamm. Das Entlein hat sich das hingeworfene Brot schmecken lassen und verschwand. Zehn Minuten später kam sie wieder und brachte die ganze Entengroßfamilie mit.

Irgendwie hat die Kleine geahnt, dass wir unser Brot entsorgen müssen.

Drinnen im Schiff ist alles aufgeräumt. Alle teuren Gegenstände sind in der Bugtoilette verstaut und der Raum gut verschlossen. Jetzt können die Handwerker kommen.

Im Fischerhafen

Heute Morgen waren wir mit den Leuten von Silent-Yachts verabredet. Also haben wir gestern schon mal erkundet, wo wir da hin müssen. Was für ein Omen ist ein gesunkenes Fischerboot für uns?

Jedenfalls war das Anlegen nicht ganz einfach. Wir mussten uns zwischen einer alten Katamaranfähre und einem Fischer, der schon auf dem Schlitten der Werft steht durch…

… und sofort ran an den Kai. Vor unserem Bug wird es schnell flach.

Hier wird Silent-Yachts den ersten Teil der Arbeiten machen.

Wenn wir Ende Januar wieder kommen, wird die Silent-Sea an unserem Liegeplatz in der Marina liegen.

Ein schöner Standort für die Erkundung dieser geschichtsträchtigen Gegend über den Winter.

Fano. Am Ziel.

Gestern Nachmittag sind wir in Fano eingelaufen. Die zunehmend herbstliche Wetterlage hat uns motiviert, die letzten Etappen der Reise etwas zügiger anzugehen.

Seit unserem Start in Tarragona sind 10 Wochen vergangen. In unserem Kielwasser liegen genau 1.740 Nautische Meilen. Das sind 3.222 Kilometer.

Es war eine schöne Reise…

Scilla. Bekannt seit Odysseus.

… und eine interessante Reise.

Ausfahrt aus dem Tiber

Alle Wettervorhersagen waren zutreffend. Damit konnten wir die Etappen immer so planen, dass wir nie mit schwerer See kämpfen mussten. Und wir hatten auch einfach Glück.

So sieht man den Löwengolf selten

Insgesamt waren wir wir 70 Tage unterwegs. 19 Nächte haben wir in Häfen verbracht, 50 Nächte lagen wir vor Anker.

Stadtnah und trotzdem Ruhe

Jetzt sind wir aber froh, im sicheren Hafen von Fano angekommen zu sein. Der Sommer ist vorbei und die Tage werden kurz.

Jetzt machen wir das Schiff sauber und klar für den Winter. Am Montag fahren wir die Silent-Sea zum Arbeitskai von Silent-Yacht. Dort werden in den nächsten Wochen eine Reihe von Arbeiten am Schiff durchgeführt.

Am Mittwoch fahren wir mit der Bahn nach Hause.

Guardia di finanza und das Mannheimer Amtsgericht

Heute wurden wir zum dritten Mal von der italienischen Guardia di finanza kontrolliert.

Deren Boote sind in allen Häfen präsent. Sie patroullieren immer die Küste entlang.

Mit ihren schnellen Schlauchbooten kommen die auch in der Ankerbucht längsseits.

Sie wollen immer das gleiche sehen: Die Personalausweise der Leute an Bord, den Eigentumsnachweis für das Schiff und den Nachweis der Haftpflichtversicherung.

Gleichzeitig ist jeder Hafen verpflichtet, von uns genau diese Papiere zu verlangen.

Damit stellt Italien sicher, dass keine gestohlenen Boote unterwegs sind. Und sie überwachen sehr genau, welche Menschen darauf sitzen.

Bei den Kontrollen sind die Beamten polizeilich bestimmt aber immer höflich. Sie überprüfen unsere Dokumente gegen Ihre eigenen Datenbanken. Am Ende bekommt man ein zweiseitiges Protokoll über diesen Check. Das ist einige Wochen valide und man kann es einem anderen Kontrollboot vorlegen damit die nichts machen (müssen).

Jetzt kommen wir zum Mannheimer Amtsgericht. Dieses führt neben dem Grundbuch auch ein Seeschiffsregister. Beides sind Register öffentlichen Glaubens welche ein Eigentum dokumentieren.

Die Bundesländer haben kürzlich beschlossen, alle Seeschiffsregister in Hamburg zu vereinen. Das ist bestimmt eine sinnvolle Verwaltungsvereinfachung.

Ende Juli hat das Gericht uns angeschrieben und die Verlegung des Registers nach Hamburg kundgetan. Wir sollen bitte unser Schiffszertifikat ans Gericht geben, weil sie das nach Hamburg transferieren. Hamburg würde uns dann irgendwann mal ein neues Zertifikat zusenden.

Das haben wir natürlich nicht gemacht. Ohne dieses Zertifikat wären wir jetzt schon drei mal im Knast gelandet.

Das Mannheimer Registergericht weiß offensichtlich nicht mehr, für was die Dokumente gut sind, die sie ausstellen.

Mal sehen, was für Ordnungsstrafen wir bekommen, weil wir denen unser Zertifikat nicht geschickt haben.

Der Zerfall Deutschlands sitzt in den Amtsstuben.

Eine kreative Woche

Meine Cousine Claudia und ihr Lebensgefährte Simon leben seit kurzer Zeit in der Nähe von Imperia. Sie haben in den schönen Bergen ein großes, altes Haus gekauft und werden sich dort ein neues Leben aufbauen.

Wir hatten vier Tage Rast in Imperia gemacht. Was lag da näher, als der Gedanke, dass die beiden ein paar Tage mit uns fahren.

Im Hafen von Imperia.

Am Abend des 21.08. trafen wir uns im Hafen am Schiff und sind dann erstmal in die erstklassige Spaghetteria in der Nähe.

Zurück an Bord gab es Überraschungen. Was??? Ihr habt ein Klavier an Bord? Und eine Nähmaschine auch? – Das gibt’s ja gar nicht.

Am Tag darauf sind wir gemeinsam nach Valoria gefahren, das Dorf in den Bergen hinter Dolcedo. Die Beiden haben etwas vor. Respekt!

Am späten Abend des 22.08. haben wir uns per Funk beim Hafen Imperia verabschiedet und sind durch die Nacht quer durch den Golf von Genua nach Portofino.

Die folgenden Tage hatten wir gemeinsam eine schöne Zeit.

Kurs Elba

Simon hat ausgiebig Klavier gespielt …

Ein richtiger Pianist an Bord

… und fand endlich die Ruhe, die überfälligen Steuererklärungen zu machen.

Claudia, die Schneidermeisterin, hatte zufällig einen guten Stoff für einen Sonnenschutz im Fundus.

Meisterhaft hat sie für uns einen schicken Sonnenschutz genäht.

Es waren kreative und inspirierende Tage für uns alle.

Simon hatte auch seine Taschenwerkstatt dabei und hat eine neue Kollektion von Armbändern geschaffen.

Mittlerweile war böses Wetter aufgezogen, das in ganz Europa schwere Schäden verursachte. Zu unserem Schutz haben wir die Bucht von Portoferraio auf Elba angesteuert. Einen der sichersten Ankerplätze im ganzen Mittelmeer.

So war dann unser letzter gemeinsamer Tag vom großen Regen geprägt. Am nächsten Tag mussten Claudia und Simon die Fähre ans Festland nehmen. Termine in Deutschland …

Abschied in Elba