MSC World Europa

Neulich hat ein sehr großer Kreuzfahrer unseren Kurs gekreuzt.

Alle Daten zu diesem Schiff kann man auf Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/MSC_World_Europa) nachlesen.

Fast täglich begegnen wir solchen modernen Kreuzfahrtschiffen. Sie kommen immer mit einem hohen Tempo von 18-20 Knoten heran und wir müssen aufpassen, wenigstens eine halbe Meile Abstand zu halten.

Beeindruckend bei solchen Begegnungen ist immer, dass diese Schiffe praktisch keine Wellen machen.

Ganz im Gegenteil zu den vielen kleinen Halbgleiter, deren Motoren für das Schiff viel zu groß sind. Diese Motorboote machen nur Krach, verbrauchen 300l Diesel die Stunde und wühlen sinnlos das Meer auf.

Die Pest an den Küsten

Am südlichen Wendepunkt

Heute Morgen, kurz nach Neun, haben wir den kleinen Yachthafen von Messina verlassen. Mit der Strömung ging es flott nach Süden, vorbei an Reggio Calabrio und dann links ab an die Südküste Kalabriens. Das ist sozusagen die Sohle vom Stiefel.

Hier passierten wir am Nachmittag den südlichsten Punkt unserer Reise. Zum ersten Mal seit Imperia, also vor rund sechs Wochen lag wieder ein nördlicher Kurs an.

Wieso waren wir heute Morgen plötzlich in Messina? Der letzte Berich kam doch von Agropoli, 120 Meilen nördlich?

Nun, in Sapri bekamen wir für eine Woche Besuch. Es war eine schöne gemeinsame Woche, nur blieb keine Zeit zum schreiben. Wir werden aber zu dieser zurückliegenden Strecke noch etwas berichten. Und wenn es nur wegen der schönen Bilder ist.

Nacht vor Bovalino. Unter dem Mond ist der Jupiter

Schluss mit Trubel

Von Norden kommend hatten wir zum letzten Mal Ruhe auf dem kleinen Ventotene. Unser nächster Ankerplatz war Ischia.

Castello Aragonese, Ischia

Ischia ist schön und die Stadt hat einiges zu bieten. Es sind aber zu viele Touristen da. Das gilt für den ganzen Raum um Neapel. Von Ischia bis Positano. Die Landschaften sind interessant und die Städtchen pittoresk.

Amalfi Küste

Viele Touristen heißt aber auch viel Touri-Business. Das sind nicht nur die vielen Restaurants und Shops mit allerlei Kram. Es gibt auch die vielen Bootsverleiher mit den grässlichen Jetskis und die Bootstouren zu irgendeinem Felsen um die Ecke.

Die Jetskis rasen meistens in enger Nähe zwischen den ankernden Schiffen rum, gehen allen auf die Nerven und verbrennen sinnlos Benzin. Meistens hocken Menschen drauf, die von maritimen Verhalten keinerlei Ahnung haben und feiste Unsportlichkeit ausstrahlen.  Der Leser merkt schon, wir hassen diese Geräte. Deswegen gibt es hier auch kein Foto von den Leuten drauf.

Das andere sind die vielen Touriboote. Die Leute sammeln Laufkundschaft ein und fahren mit denen eine Stunde durch die Gegend. Die wissen natürlich, dass ihre angepriesen Touren langweilig sind. Also verkaufen Sie den Gästen die vor Anker liegenden Schiffe als Attraktionen. Dabei sind sie dermaßen abgestumpft, dass die mit 7 Knoten im Abstand von drei Meter an den Schiffen vorbeifahren. Im Touriboot hocken fünf doof glotzende Gäste und bei uns „fallen die Tassen aus dem Schrank“. So eine Welle machen die.

Gestern kamen wir in Salerno an.

Auf dieser Seite die schöne Ansicht der Stadt.

Ankerplatz fast in der Stadtmitte

Auf der anderen Seite ein geschäftigen Hafen, wo laufend große Frachter ein- und auslaufen.

Obwohl man die LKW und Krane im Hafen einerseits und die normalen Geräusche einer Stadt hört. Es war ein Genuss im Vergleich zur permanenten, erratischen Raserei, die wir während der letzten Woche aushalten mussten.

Silent 60 vor dem Hafen bei Nacht.

Zu unserer Überraschung lief am Abend eine Silent 60 in die Bucht. Es gibt nur ganz wenige Silent Schiffe. Man begegnet sich dennoch.

Salerno ist eine moderne Stadt mit lebendiger Wirtschaft. Die Geschichte dieser Stadt geht aber Jahrtausende zurück.

Die Altstadt ist weitgehend ohne Bewohner.
Es gibt „Aufenthaltsqualität“, aber wenig Bewohner

Convitto Nationale Tasso

Neben der Alten Stadt hat sich das modernere Salerno entwickelt. Hier schlägt der Puls.

Fußgängerzone mit modernen Geschäften.

Gestern Abend ging unser Satellitenreceiver kaputt. Ein 50€ Teil, aber ärgerlich, wenn man keinen hat. Martina hat es glücklicherweise hier bemerkt. Ich bin gleich los und habe einen neuen gefunden. So können wir weiter deutsches Fernsehen sehen. Je länger und weiter man von zuhause weg ist, umso klarer erkennt man, was für ein schräger Propagandafunk vor allem das ZDF ist.

Gegen Mittag sind wir aus Salerno raus und am Abend in Italiens Süden angekommen. Das kleine Städtchen Agropoli.

Schöne Landschaft und Ruhe.

Abendstimmung

In aller Ruhe wickelt der Fischer sein Netz um uns herum.

Fischer legt Netz aus

Bis zur Straße von Messina haben wir jetzt noch etwa 120 Meilen

Sonntag auf Procida

Procida ist eine kleine Insel und liegt nur etwa 10 Meilen von Neapel entfernt. Eigentlich ein schönes, beschauliches Örtchen. Aber am Sonntag kocht das Meer.

Invasion aus Napoli

Wir hatten eine ganz ruhige Nacht in der Bucht nebenan. Gegen 10Uhr ging es los. Hunderte kleine, mittlere und große Motorboote und Segelboote stürmten auf die Insel zu.

Die Ruhe ist vorbei

Viel zu schnell fahren viele Motorboote mit an den bereits ankenden Booten vorbei. Dabei machen sie Wellen, die bei allen anderen das Geschirr vom Tisch hauen.

Schnell füllt sich die Bucht.

Erst am Abend trauen wir uns von Bord und ertragen so lange das Schauspiel.

Fischer im kleinen Hafen

Wir lassen uns von einem Taxi-Boat abholen. So müssen wir uns keine Gedanken über einen Platz für unser Beiboot im Hafen machen.

Hinauf zur Festung.

Nach dem Geschaukel über den Tag, tut es gut, den Berg hinauf zu laufen.

Langsam leert sich die Bucht wieder

Zur Abwechslung gibt es heute mal kein italienisches Essen. Am Kai haben drei junge Frauen ein Steak House aufgemacht und bieten leckere Burger-Kreationen und Rind aus Argentinien an.

Restaurants, Fischer und buntes Leben

Als wir unser Taxi-Boat besteigen kommt mit fröhlichem Geplapper eine italienische Großfamilie mit angelnden Buben dazu, die auch zu ihren Booten wollen.

Taxi-Boat

So wurde es dann doch ein runder Tag auf Procida.

Abschied in der Morgensonne

Nix los am Vesuv

Seit ein paar Tagen gibt es Berichte über starke Erdbeben in der Region um Neapel. Diese Messungen können wir natürlich nicht ignorieren.  Nur, merken tun wir hier davon nichts. Weder Tiere noch Menschen verhalten sich anders, als normal.

Vor Ischia. Auf dem Anker ??!!

In Neapel hat mir mal ein Neapolitaner die Frage gestellt, warum der Cafe in Napoli so klein ist? —  Damit er ihn leer hat, bevor der Vulkan ausbricht! Wie auch immer, die Menschen hier auf Ischia tanzen zur Musik der Band im Restaurant am Ufer.

Fortezza d’Aragon, Ischia

Unsere letzter Bericht war vom Tiber bei Rom. Jetzt sind wir 100 Meilen südlich bei der Insel Ischia in der Nähe von Neapel.

Mit dem Beiboot zur Circe.

In San Felice de Circeo (schönen Gruß an die Gendersprachungebildeten) kamen wir im Gebiet der Saga von Odysseus an. Laut Homer hat die schöne Circe ihn so verzaubert oder becirct, dass er ein ganzes Jahr mit seiner Truppe hier geblieben ist.

San Felipe Circeo

Über Circe können wir nichts sagen. Dass das aber ein Strand sein kann, wo Odysseus und seine Mannen ihre Boote aufs Land in Sicherheit ziehen konnten, ist klar. Wegen des Kilometer langen, ganz flachen Wassers laufen hier niemals große Wellen an Land.

Die nächste Ankerbucht fanden wir auf der kleinen Insel Ponza. Darüber können wir nichts besonderes berichten. Der ganze Ort strömte eine friedliche Stimmung aus.

Dieses Feuerwerk machte ein paar lustige Bilder möglich.

Höhlenmenschen

Das nächste Ziel war Ventotene. Eine winzige Insel. Die Attraktion ist der Hafen, der seit mehr als 2.000 Jahren so existiert.

Ventotene

Foto …

Für die nächsten zwei Nächte werden wir hier bleiben

Woher kommt der Strom?

Wir fahren einen Katamaran, der in jedem Rumpf einen Elektromotor hat. Im diesem Kapitel betrachten wir nur den Antrieb. Den ganzen Haushalt mit seinen vielen Verbrauchern besprechen wir ein anderes mal.

E-Motor bei 5 Knoten Fahrt

Da Elektromotore ein hohes Drehmoment haben, hat die Silent-Sea ziemlich große Propeller, die relativ langsam drehen. Es gibt keine Getriebe. Das ist wunderbar ruhig. Unsere Marschfahrt von ca. 6 Knoten erreichen wir mit 500 Umdrehungen der Propeller je Minute. Das ist sehr langsam. Die Welle dreht nur 8 mal pro Sekunde. Dabei werden je Motor etwa 12kW benötigt. Wir merken uns mal: für eine Stunde fahren brauchen wir 2x12kW×1h = 24kWh.

Bleibt die Frage, woher bekommen die Motore ihren Strom? So herum gesehen, lässt sich das leicht beantworten: Der Strom kommt aus der Batterie. So einfach ist es. Das Dumme ist nur, dass Batterien geladen werden müssen.

Zwei Bänke mit je 14 Akkus je max. 28V und 200Ah

Für den Antrieb haben wir Batterien mit einer gesamten Kapazität von 140kWh. Wenn die voll wären, könnte man damit theoretisch 140kWh/24kW =5,8 Stunden fahren. Die Batterien sind also  nach 5 Stunden leer.

Bleibt die Frage, wie werden die Batterien geladen? Jetzt wird es komplizierter.

Wir haben drei Stromquellen mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit:

– Solarzellen, max 10kW

– Dieselgenerator, max 60kW

– Landstrom, max 6 kW

Den Landstrom haben wir fast noch nie benutzt. Wir sind ein Fahrtenschiff mit eher langen Tagesdistanzen. Dafür ist der Landstrom wenig hilfreich. Wenn das Schiff im Hafen ist, ist es durch die Solarzellen autark.

Die Solarzellen liefern konstant Strom in die Batterie. Allerdings deutlich weniger, als der Antrieb braucht. Sie verlangsamen also nur die Entladung der Batterie. Nachts  liefern sie gar nichts. Die 10kW Solarertrag sind auch nur ein theoretischer Wert, der nur bei extrem guten Verhältnissen erreicht werden kann. In der Praxis kann man bestenfalls mit der Hälfte rechnen.

Wenn das Schiff eine lange Strecke fahren soll, muss also immer wieder der Generator gestartet werden. Der lädt dann die Batterie auf und liefert gleichzeitig Strom für die Fahrt.

Ein Volvo D3 mit Generator liefert 60kW

Der Energiebedarf wird natürlich auch von Gegen- oder Rückenwind, Wellen und Strömung beeinflusst.

In der Praxis können wir sagen, dass wir etwa pro vier Fahrstunden etwa eine Generatorstunde brauchen. Dies gilt für „unendlich“ lange Fahrt und 5 Knoten Geschwindigkeit.

Ankern vor Ventotene, einem alten Hafen der Römer

Wenn man nicht auf Langfahrt ist, sondern einfach nur vor Anker liegt und mal ein paar Meilen weiter zieht, sieht das ganz anders aus. Das geht alles aus Solarstrom. Der Haushalt mit Herd, Spülmaschine, Waschmaschine und all den anderen Verbrauchern wird komplett versorgt. Und für die nächsten 10 Meilen ist immer noch Strom da.

Frieden am Ankerplatz

Drei Tage am Tiber

Drei Tage lagen wir am Tiber am Porto Romano in Fiumicino. Der Fluss spülte mit leisem Geräusch unsere Rümpfe entlang. Ab und zu kommt eine Schwan-Familie vorbei und fragt nach Essbarem.

Haste mal n‘ Brot

Nach Einbruch der Dunkelheit springen viele grosse Fische aus dem Wasser. Die ganze Atmosphäre am Fluss war eine neue Erfahrung für uns.

Abend am Tiber

Am Donnerstag nahmen wir uns eines der kleinen Autos, die der Hafen zur Miete anbietet. Damit klapperten wir zwei Supermärkte ab um unseren Basisproviant aufzufüllen. Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Wein, Bier etc. Für gutes Fleisch und leckere Wurst sind wir zu dem Metzger gefahren, den uns die Dame im Hafenbüro empfohlen hat.

Mobil an Land

Am Freitag packten wir unsere Klappräder aus und sind über die Brücke nach Ostia geradelt. Das Paket an Claudia und Simon musste zur Post. Es gab ein paar Sachen, die unbedingt an Bord bleiben wollten. Zur Belohnung gab es eine sehr leckere Pinsa in einem netten Restaurant.

Scheinbar passiert nichts
Neue Software, neue Probleme.

Der Samstag war mit harter Arbeit gefüllt. Um neun Uhr, war vereinbart, dass ein Softwareupdate für unser Hochvoltsystem aufgespielt wird. Geplant waren drei Stunden. Am Ende waren es Zwölf. Den ganzen Tag half ich dem Entwickler aus den USA, das ganze wieder zum Laufen zu bringen. Wenn ich nicht vierzig Jahre mit Softwareentwicklung befasst gewesen wäre, hätte ich dafür sicher kein Verständnis aufgebracht. So aber, business as usual.

Diesel für 2,17€

Heute morgen mussten wir weiter. Nach der langen Reise von Spanien hatten wir zwar immer noch die Dieseltanks fast halb voll. Sicher ist sicher, wir haben nachgefüllt.

Mit dem Strom

Danach ging es mit der Strömung über die Sandbarre mit 2m Tiefgang raus auf das gewohnte Meer.

Wir lagen drei Tage in der Sonne. Also waren unsere Batterien rand voll. Die dreißig Meilen zu unserem Ankerplatz vor Anzio sind wir mit 5,5 Knoten rein aus den Batterien gefahren.

Ankern bei Anzio.

Ohne Strom im Strom

Dieser Titel ist nur der Aufmacher. Ganz so schlimm ist es nicht. 😀

Heute morgen war der Wind weitgehend wieder unter 10 Knoten, zwischendurch noch aufgemischt mit kräftigen Böen. Eigentlich war Ruhe für 10 Uhr angesagt, also ließen wir uns Zeit beim klarmachen des Schiffs. Mit starkem Seitenwind macht es keinen Spaß, den Liegeplatz zu verlassen.

Seit Monaten macht uns täglich ein Schutzschalter Ärger. Es fliegt immer dann raus, wenn man das Hochvoltsystem abschaltet. Bisher konnte man ihn aber immer wieder einschalten und Herd, Backofen oder Waschmaschine funktionierten wieder. Bis gestern Abend. Jetzt lässt er sich nicht mehr einschalten.

Betroffen sind leider auch die Kühlung der Batterien und der Wassermacher. Es sind zuviel Geräte ausgefallen. Das Schiff kann zwar etwas langsamer, ohne die Kühlung der Batterien, fahren. Unsere Reise können wir so aber nicht fortsetzen.

In Civitaveccia wollten wir dennoch nicht bleiben. Deren Hafengebühren sind eine Unverschämtheit. Zwar konnte ich den Hafendirektor auf fast die Hälfte seiner „Preisliste“ herunterhandeln. Es war aber immer noch viel mehr, als wir in Imperia zahlten.

So machten wir uns auf zum etwa 30 Meilen entfernten Hafen Porto Romano. Die haben faire Preise.

Nach dem Turm links in den Fluss. Die Fender liegen bereit

Porto Romano liegt im Tiber, etwa eine Meile den Fluss hoch. Ganz entspannt machen wir an der Außenmole fest.

Längsseits am Steg

Hier bleiben wir zwei Nächte. So habe ich morgen einen ganzen Tag um das Problem zu lösen. Schön ist es hier auf jeden Fall. Und gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es auch.

Abendstimmung im Tiber

Stopp in Civitaveccia

Die Wettervorhersage versprach mal wieder kräftigen Wind. Vernünftige Plätze zum Ankern gibt es an dieser Küste keine. Also haben wir uns am Sonntag in die Marina von Civitaveccia verkrochen.

Sicher im Hafen

Am Montag früh begann der Sturm. Unsere Instrumente zeigten Windgeschwindigkeiten über 30 Knoten.

Wir nutzen die Gelegenheit und fahren mit dem Bus in die alte Stadt, deren Hafen schon seit der Antike als Kriegs-, Fischerei- und Handelshafen dient.

Fortezza Michelangelo

Heute ist der Hafen groß ausgebaut, um Platz für die Kreuzfahrer zu geben, deren Gäste von hier aus Rom besuchen.

Fischer arbeiten an ihren Netzen

Seit mindestens 2.500 Jahren wird hier gebaut, umgebaut und abgerissen. An manchen Stellen stehen Gebäude mit 1.500 Jahren Altersunterschied aneinander.

Seit 2000 Jahren im Umbau
Das Theater
Kathedrale S. Francesco d‘ Assisi

So ein Rundgang muss natürlich mit einem guten Vino Rosato abschließen.

Ansonsten ist Civitaveccia eine moderne Stadt in der Umland es auch einiges an Industrie gibt.

Giglio

Giglio ist eine kleine Insel etwa 30 Meilen südöstlich von Elba. Nach sechs Stunden Fahrt fiel unser Anker in der schönen Seno del Campese.

Torre del Campese

Der markante Turm wurde im 17. Jahrhundert zur Verteidigung gegen die nordafrikanischen Sarazenen gebaut. Die Sarazenen kamen über Jahrhunderte an die italienischen Küsten, zerstörten Küstenstädte und töteten die Menschen. Viele wurden auch auf die afrikanischen Sklavenmärkte verschleppt. Mehr zu diesen Türmen kann man hier nachlesen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sarazenenturm .

Sonnenuntergang zum Abendessen
Nächtlicher Hubschraubereinsatz

Am 1. September unternahmen wir eine kleine Wanderung durch den kleinen Ort und über den Berg südlich vom Strand.

Unser Dinghi beim Turm
Dorfidylle
Steil nach oben
Wir werden kritisch beäugt ..
Wer findet die Silent-Sea?
Himmlische Ruhe
Da arbeitet ja jemand …
… der Imker mit seinen Bienen!
Centrale Termoelectrica ..
… Isola del Giglio.

Beim Abstieg sehen wir das Kraftwerk der Insel Giglio. Wir durften nicht hineinschauen. Ich vermute, dass hier drei große Dieselmotoren ihre Generatoren antreiben. Genauso, wie das auf der Silent-Sea im kleinen funktioniert.

Bevor wir im Wald verschwanden, hatten wir beim Metzger ein gegrilltes Hühnchen bestellt. In der Bar am Strand gegenüber warten wir, bis es ganz fertig ist.

In der Bar am Strand

Tschüss Giglio. Bleib so, wie Du bist!

Der Leuchtturm im Norden

Giglio wurde am 13. Januar 2012 auf einen Schlag weltberühmt. Der verantwortungslose Kapitän Schettino steuerte dort sein riesiges Kreuzfahrtschiff Costa Concordia auf Felsen. Das Schiff sank  teilweise. 32 Menschen verloren ihr Leben. Schettino wurde zu über 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Letztes Jahr hat man ihn frei gelassen.