Weiter nach Norden

Der starke Wind, der uns in Brindisi Schutz suchen ließ, hielt zwei Tage durch. Die unangenehmen Wellen liefen weiter. Also blieben wir drei Tage in Brindisi. Für die letzte Nacht haben wir uns aus der Marina verabschiedet und uns in dem großen Vorhafen vor Anker gelegt.

Mit dem ersten Tageslicht schleichen wir aus dem Hafengebiet vom Brindisi und freuen uns über das ruhige Meer, das uns erwartet.

Fast vier Stunden laufen die E-Motore still vor sich hin. Dann braucht es neuen Strom. Also Generator an, business as usual. Wenige Minuten später: der Motor heult auf und bleibt dann stehen. Schock. Das war eine Notabschaltung.

Erst mal E-Antrieb auf langsame Fahrt stellen und kurz nachdenken. Alle angezeigten Werte des Motors sind unauffällig. Also nochmal starten. Der Volvo springt an – und bleibt sofort wieder stehen. Gottseidank ist ruhige See – ich kann die Heckklappe aufmachen. Mist, was für eine Sauerei?

Alles voller Motoröl. Fein verteilt und in fetten Pfützen. Wo kommt das her???

Alles klar. Gestern habe ich den Ölstand überprüft. Und offensichtlich den Peilstab nicht richtig eingesteckt. OK, wer murkst, putzt.

Mit zwei Liter frischem Öl und richtig sitzendem Peilstab läuft der Volvo wieder wunderbar.

Monopoli

Nach 35 Meilen erreichen wir Monopoli. (Das gleich lautende Spiel schreibt sich mit y am Ende).

Am Stadtkai können wir kostenlos festmachen. Natürlich gibt es da kein Wasser und keinen Strom.  Das macht uns nichts aus. Dafür können wir dieses nette Städtchen besuchen.

Nach Sonnenuntergang spielt ein Musiker auf seinem Saxophon. Eine schöne Stimmung.

Wir müssen jetzt das ruhige Wetter nutzen. Der nächste Starkwind ist schon in Sicht. Also auch heute wieder: mit dem ersten Licht mache ich das Schiff los und schiebe uns leise weg von der Mole. Die anderen Segler können weiter schlafen.  Unseren Elektroantrieb hört keiner.

52 Meilen weiter fällt unser Anker auf den Sand vor Barletta. Es ist kurz vor Sonnenuntergang. Also schnell ein paar Runden ums Schiff schwimmen und dann ein feines Gulasch zum Abendessen. Zeit zum Kochen haben wir ja an so ruhigen Tagen wie heute.

Wir liegen ungeschützt vor dem Strand von Barletta. Bei der Wetterlage heute ist das kein Problem. Die Etappe morgen wird nicht ganz so lange sein.

Gäste an Bord

Den größten Teil dieser Reise fahren Martina und ich alleine. Doch ab und zu mal kommen auch Freunde und Familie zu uns und fahren eine Etappe mit uns.

Die Anreise erfolgt meistens mit dem Flieger in die Nähe unseres geplanten Standortes und der Rest dann mit der Bahn oder dem Bus. Das funktioniert meistens problemlos. Bewährt haben sich auch ganz getrennte Flüge. Thomas und Laurence sind kürzlich nach Neapel geflogen und kamen mit der Bahn nach Sapri. Am Ende der Etappe in Messina nahmen sie dort den Bus nach Catania und sind mit Ryanair wieder zurück nach Luxemburg.

Claudia und Simon sind mit dem Auto gekommen und mit der Bahn wieder zurück zum Auto gefahren.

An- und Abreisen sind also immer ganz speziell und manchmal auch für sich schon ein Abenteuer.

An Bord haben unsere Gäste eine eigene Kammer mit Doppelbett und eigenem Bad. Alles mit schöner Aussicht auf Meer und Küste.

Wir kümmern uns natürlich um die Navigation und die Sicherheit in allen Lagen. Alles Andere, was so im Haushalt anfällt, wie Einkaufen oder Kochen, machen wir gemeinsam. Jeder hält seine Kammer selbst sauber.

Pantry

Unsere Reiseplanung ist immer auch vom Wetter abhängig. Auch technische Themen können die Pläne beeinflussen. Wir sind kein Linienschiff mit einem für die Saison festgelegten Fahrplan. Daher stimmen wir die Reiseplanung immer individuell ab. Im Jahr 2024 wollen wir die Adria und das ionische Meer bereisen.

Stop in Brindisi

Es gibt zwei gute Gründe, in Brindisi eine Pause einzulegen. Erstens ist hier ein richtig guter Hafen, der uns Schutz vor dem heftigen Nordwind gibt.

Längsseits an der Marina

Zweitens war dieser Naturhafen über viele Jahrtausende ein Drehpunkt der Kulturen.

Blick in den großen Vorhafen

Gestern sind wir früh aus der Bucht von Ontranto ausgelaufen um vor dem angesagten Nordwind möglichst weit nach Norden zu kommen. Das hat auch zur Hälfte geklappt. Die zweite Hälfte war dann schon etwas ruppiger. So waren wir froh, als uns nach 42 Meilen die lange Mauer des Hafens von Brindisi in ihren Schutz nahm. Gegen 14 Uhr wurden wir von den freundlichen Marineros empfangen.

Vom Salz befreit.

Bei so einer Fahrt durch die Wellen spritzt natürlich ständig das Wasser über das Schiff. Mit den Stunden bildet sich dann überall eine richtige Salzkruste. Dafür gibt es im Hafen an jedem Liegeplatz Wasseranschlüsse. Während ich im Hafenbüro die Formalitäten erledigte, spülte Martina mit dem Wasserschlauch das ganze Salz vom Schiff.

Heute wollten wir natürlich das alte Brindisi sehen. Der Bus brachte uns in 15 Minuten vom Porto Turistico direkt in die Altstadt.

In der Altstadt
Flottenstützpunkt
Am Binnenhafen
Links: Museo Archeologico Provinciale Francesco Ribezzo

Das archäologische Museum bietet auf drei Stockwerken eine schöne Sammlung von Objekten aus den letzten 6000 Jahren in dieser Region.

Besonders interessant für diesen Blog fanden wir diese Kollektion von Ankern aus vorgeschichtlicher Zeit bis etwa 300 vor Christus.

Anker
Anker aus 3.000 Jahren vor Christus
Die römischen Säulen vom Hafen aus …

Diese Säulen sollen das Ende der Via Appia markieren. Diese Handelsstraße von Rom nach Süden wurde um 190 vor Christus bis Brundisium fertiggestellt. Danach entwickelte sich die Stadt zum wichtigsten Umschlagplatz von Waren und Sklaven aus dem nahen Osten. Die Via Appia wurde zur Regina Viarum, der Königin der Straßen.

Blick aus der Stadt über den Hafen auf die See

Ehrlich gesagt: ich glaube diese Geschichte, dass diese Säulen das Ende der Via Appia markieren sollen, nicht. Das passt nicht zur Denkweise des antiken Roms. Wenn das hier das Ende sein soll, hätten sie eher ein Tor gebaut. Wie in Trier die Porta Nigra. Ich denke eher, dass Rom mit diesen Säulen seinen imperialen Blick über die Via Appia hinaus auf das Meer und nach Osten zum Ausdruck brachte.

Schlepperschiffe in Leuca

Gestern Nacht fiel in völliger Dunkelheit unser Anker in der Bucht vor dem Hafen von Santa Maria di Leuca. Beim ersten Versuch landete der Anker auf felsigen Untergrund und hat nicht gehalten. Erst beim zweiten Mal fanden wir eine Stelle mit tiefem Sand, wo er sich gut eingraben konnte.

Vor dem Hafen von Leuca

Das Wetter bleibt weiterhin ruhig. So hatten wir eine friedliche Nacht und konnten am Morgen die Stadt besuchen.

Im Porto di Leuca liegen derzeit fünf Schiffe, die von der Küstenwache beschlagnahmt wurden. In den anderen Häfen an dieser Küste sieht es ähnlich aus.

Schlepperboote

Ein Freund von uns in Imperia engagiert sich in einem Verein, der blinden Menschen das Segeln ermöglicht. Er hat vor einigen Monaten eine Bavaria 42 von hier nach Imperia gesegelt. Mit dem etwa 13 Meter langen Segelboot hatten Schlepper 50(!) illegale Migranten von der Türkei nach Italien gebracht. Die Küstenwache gibt solche Schiffe an gemeinnützige Vereine weiter.

Leuca downtown
Uferpromenade

Leuca ist ein Ferienort mit vielen schönen Villen und Gästehäusern. Große Hotelanlagen gibt es hier keine. Man kann aber ahnen, dass es hier zur Sommerzeit sehr lebendig ist.

Villa Pia
Im Winterschlaf

Eigentlich ist der Oktober eine wunderbare Zeit für eine Italienreise. Es ist immer noch warm und nirgends herrscht Gedränge.

Mit dem Dinghy zurück zum Schiff.

Mit unseren Beiboot bringen wir die Einkäufe ans Schiff und heben den Anker. Heute wollen wir nur 22 Meilen fahren.

Anglerglück

Heute morgen sind wir um sechs Uhr vom Cap Rizzuto aufgebrochen. Unser Ziel, Leuca am südlichen Ende der Ostküste Italiens, ist etwa 80 Meilen entfernt.

Die Wettervorhersage verspricht uns einen ganz ruhigen Tag. Das ist natürlich ideal. Ohne Wind und Wellen kommen wir am angenehmsten voran.

80 Meilen über glattes Wasser

Als das Schiff auf Kurs war, brachte ich unsere Schleppangel aus. Das ist eine 60 Meter lange Nylon-Schnur mit einem lustigen, bunten Tintenfisch als Köder. Unsere Reisegeschwindigkeit von 6,5 Knoten ist ideal um Thunfische, Makrelen oder andere Jäger zu fangen.

Um 10 Uhr war es dann soweit. Plötzlich spannte die Leine ungewöhnlich stark. Fischalarm! Martina hat das Tempo halbiert und ich habe mit Lederhandschuhen bewaffnet die Leine eingeholt. Und tatsächlich: eine Goldmakrele fand unseren Tintenfisch gut.

Angelandet …
67cm …

Einen Stunde später war der Fisch sauber filetiert und die Küchenarbeit ging los. 

Mahlzeit!

Ansonsten haben wir auf dieser langen Strecke heute nicht viel gesehen. Keine Wale, keine Delfine nur Schildkröten waren viele da. Einmal haben wir probiert, uns ganz langsam an sie heranzuschleichen. Die sind aber abgetaucht, bevor wir nah genug für schöne Fotos waren. Bleib also nur der Blick aus der Ferne auf die Tiere:

Hallo Schildkröte …

Was macht ein Schiff am Anker?

Heute haben wir zum ersten Mal auf dieser Reise eine Etappe abgebrochen und eine schützende Bucht aufgesucht. Gegen zuviel Wind und Welle fahren macht keinen Spaß.

Ruhe am Capo Rizzuto

In der Nähe liegen ein Engländer und ein Schwede. Sie haben die selbe Option gewählt. Eine gute Gelegenheit, einmal etwas über das Ankern zu erzählen.

Das fängt erstmal bei den Begriffen an. In einem Hafen macht man fest. In freier Wildbahn muss man ankern. Schon zu prähistorischen Zeiten haben Menschen Boote gebaut und haben auf Reise natürlich geankert. Dazu hatten sie schwere Steine dabei, an denen sie ihre Ankerleine befestigt haben. Die Griechen in der Antike haben Netze mit Steinen gefüllt und zu Wasser gelassen. Das war handlicher für die größer gewordenen Schiffe. Solche Anker funktionierten einfach durch die Reibung der Masse auf dem Meeresboden. Seit rund 2.500 Jahren gibt es Anker aus Eisen, deren Flunken sich in den Boden eingruben. Das war ein großer Fortschritt. Moderne Anker arbeiten prinzipiell gleich.

Wenn wir auf Reise sind, gehen wir nicht so gerne in Häfen. Lieber liegen wir frei vor Anker und haben unsere Ruhe. An Land können wir ja mit unserem Beiboot. Daher ist es wichtig, dass das ganze Ankergeschirr von bester Qualität ist.

Unser Anker ist ein moderner Anker von Ultramarine. Schon auf unserer Fastnet-Lady hatten wir diesen Typ und machten nur gute Erfahrungen.

Ultramarine Anker

Der Anker hängt an einer 100 Meter langen Edelstahlkette.  Deren Chromox-Legierung ist die einzige Chromstahlkette, die im Mittelmeer nicht korrodiert.

Die ganze Kette wiegt 230 Kilo und der Anker 45 Kilo. Das kann man nicht mit der Hand nach oben ziehen. Daher braucht es noch eine elektrische Winde.

Ankerwinde mit 2kW Leistung

Das Manöver zum Ankern ist einfach. Man stoppt das Boot da, wo der Anker liegen soll und lässt ihn ab. Dabei muss der Bug in den Wind zeigen. Dann macht man ganz langsame Fahrt rückwärts und legt die Kette gerade auf den Boden. Je nach Windstärke legen wie etwa drei bis fünf mal soviel Kette, wie das Wasser tief ist. Wenn die Kette dann spannt, stoppt sie das Boot auf und der Anker gräbt sich in den Sand ein.

Natürlich bleibt das Boot nicht auf der Stelle stehen. Vielmehr schwoit es (dreht sich) mit dem Wind um den Anker. Je nach Windstärke spannt sich die Kette oder fällt schlaff senkrecht nach unten. Also ist das Boot mal näher, mal weiter vom Anker entfernt. Es geht aber immer im Kreis um den Anker. Das Bild oben zeigt die Bewegungen des Bootes vom Ankern am Abend mit leichtem Wind von Süden und nächtlichen Schwingen vor dem Anker bei nördlichem Wind.

Demnächst schreiben wir über die Auswahlkriterien für einen Ankerplatz.

MSC World Europa

Neulich hat ein sehr großer Kreuzfahrer unseren Kurs gekreuzt.

Alle Daten zu diesem Schiff kann man auf Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/MSC_World_Europa) nachlesen.

Fast täglich begegnen wir solchen modernen Kreuzfahrtschiffen. Sie kommen immer mit einem hohen Tempo von 18-20 Knoten heran und wir müssen aufpassen, wenigstens eine halbe Meile Abstand zu halten.

Beeindruckend bei solchen Begegnungen ist immer, dass diese Schiffe praktisch keine Wellen machen.

Ganz im Gegenteil zu den vielen kleinen Halbgleiter, deren Motoren für das Schiff viel zu groß sind. Diese Motorboote machen nur Krach, verbrauchen 300l Diesel die Stunde und wühlen sinnlos das Meer auf.

Die Pest an den Küsten

Am südlichen Wendepunkt

Heute Morgen, kurz nach Neun, haben wir den kleinen Yachthafen von Messina verlassen. Mit der Strömung ging es flott nach Süden, vorbei an Reggio Calabrio und dann links ab an die Südküste Kalabriens. Das ist sozusagen die Sohle vom Stiefel.

Hier passierten wir am Nachmittag den südlichsten Punkt unserer Reise. Zum ersten Mal seit Imperia, also vor rund sechs Wochen lag wieder ein nördlicher Kurs an.

Wieso waren wir heute Morgen plötzlich in Messina? Der letzte Berich kam doch von Agropoli, 120 Meilen nördlich?

Nun, in Sapri bekamen wir für eine Woche Besuch. Es war eine schöne gemeinsame Woche, nur blieb keine Zeit zum schreiben. Wir werden aber zu dieser zurückliegenden Strecke noch etwas berichten. Und wenn es nur wegen der schönen Bilder ist.

Nacht vor Bovalino. Unter dem Mond ist der Jupiter

Schluss mit Trubel

Von Norden kommend hatten wir zum letzten Mal Ruhe auf dem kleinen Ventotene. Unser nächster Ankerplatz war Ischia.

Castello Aragonese, Ischia

Ischia ist schön und die Stadt hat einiges zu bieten. Es sind aber zu viele Touristen da. Das gilt für den ganzen Raum um Neapel. Von Ischia bis Positano. Die Landschaften sind interessant und die Städtchen pittoresk.

Amalfi Küste

Viele Touristen heißt aber auch viel Touri-Business. Das sind nicht nur die vielen Restaurants und Shops mit allerlei Kram. Es gibt auch die vielen Bootsverleiher mit den grässlichen Jetskis und die Bootstouren zu irgendeinem Felsen um die Ecke.

Die Jetskis rasen meistens in enger Nähe zwischen den ankernden Schiffen rum, gehen allen auf die Nerven und verbrennen sinnlos Benzin. Meistens hocken Menschen drauf, die von maritimen Verhalten keinerlei Ahnung haben und feiste Unsportlichkeit ausstrahlen.  Der Leser merkt schon, wir hassen diese Geräte. Deswegen gibt es hier auch kein Foto von den Leuten drauf.

Das andere sind die vielen Touriboote. Die Leute sammeln Laufkundschaft ein und fahren mit denen eine Stunde durch die Gegend. Die wissen natürlich, dass ihre angepriesen Touren langweilig sind. Also verkaufen Sie den Gästen die vor Anker liegenden Schiffe als Attraktionen. Dabei sind sie dermaßen abgestumpft, dass die mit 7 Knoten im Abstand von drei Meter an den Schiffen vorbeifahren. Im Touriboot hocken fünf doof glotzende Gäste und bei uns „fallen die Tassen aus dem Schrank“. So eine Welle machen die.

Gestern kamen wir in Salerno an.

Auf dieser Seite die schöne Ansicht der Stadt.

Ankerplatz fast in der Stadtmitte

Auf der anderen Seite ein geschäftigen Hafen, wo laufend große Frachter ein- und auslaufen.

Obwohl man die LKW und Krane im Hafen einerseits und die normalen Geräusche einer Stadt hört. Es war ein Genuss im Vergleich zur permanenten, erratischen Raserei, die wir während der letzten Woche aushalten mussten.

Silent 60 vor dem Hafen bei Nacht.

Zu unserer Überraschung lief am Abend eine Silent 60 in die Bucht. Es gibt nur ganz wenige Silent Schiffe. Man begegnet sich dennoch.

Salerno ist eine moderne Stadt mit lebendiger Wirtschaft. Die Geschichte dieser Stadt geht aber Jahrtausende zurück.

Die Altstadt ist weitgehend ohne Bewohner.
Es gibt „Aufenthaltsqualität“, aber wenig Bewohner

Convitto Nationale Tasso

Neben der Alten Stadt hat sich das modernere Salerno entwickelt. Hier schlägt der Puls.

Fußgängerzone mit modernen Geschäften.

Gestern Abend ging unser Satellitenreceiver kaputt. Ein 50€ Teil, aber ärgerlich, wenn man keinen hat. Martina hat es glücklicherweise hier bemerkt. Ich bin gleich los und habe einen neuen gefunden. So können wir weiter deutsches Fernsehen sehen. Je länger und weiter man von zuhause weg ist, umso klarer erkennt man, was für ein schräger Propagandafunk vor allem das ZDF ist.

Gegen Mittag sind wir aus Salerno raus und am Abend in Italiens Süden angekommen. Das kleine Städtchen Agropoli.

Schöne Landschaft und Ruhe.

Abendstimmung

In aller Ruhe wickelt der Fischer sein Netz um uns herum.

Fischer legt Netz aus

Bis zur Straße von Messina haben wir jetzt noch etwa 120 Meilen

Sonntag auf Procida

Procida ist eine kleine Insel und liegt nur etwa 10 Meilen von Neapel entfernt. Eigentlich ein schönes, beschauliches Örtchen. Aber am Sonntag kocht das Meer.

Invasion aus Napoli

Wir hatten eine ganz ruhige Nacht in der Bucht nebenan. Gegen 10Uhr ging es los. Hunderte kleine, mittlere und große Motorboote und Segelboote stürmten auf die Insel zu.

Die Ruhe ist vorbei

Viel zu schnell fahren viele Motorboote mit an den bereits ankenden Booten vorbei. Dabei machen sie Wellen, die bei allen anderen das Geschirr vom Tisch hauen.

Schnell füllt sich die Bucht.

Erst am Abend trauen wir uns von Bord und ertragen so lange das Schauspiel.

Fischer im kleinen Hafen

Wir lassen uns von einem Taxi-Boat abholen. So müssen wir uns keine Gedanken über einen Platz für unser Beiboot im Hafen machen.

Hinauf zur Festung.

Nach dem Geschaukel über den Tag, tut es gut, den Berg hinauf zu laufen.

Langsam leert sich die Bucht wieder

Zur Abwechslung gibt es heute mal kein italienisches Essen. Am Kai haben drei junge Frauen ein Steak House aufgemacht und bieten leckere Burger-Kreationen und Rind aus Argentinien an.

Restaurants, Fischer und buntes Leben

Als wir unser Taxi-Boat besteigen kommt mit fröhlichem Geplapper eine italienische Großfamilie mit angelnden Buben dazu, die auch zu ihren Booten wollen.

Taxi-Boat

So wurde es dann doch ein runder Tag auf Procida.

Abschied in der Morgensonne